Präsidentenkonferenz 2010 in Waldstatt


„Die Kunden gehören uns!“

Wie reagieren die Samariter auf die aggressive Nothilfekurs-Werbung der Konkurrenz? Diese Frage führte wie ein roter Faden durch die Präsidentenkonferenz des Samariterverbands beider Appenzell.

Mit Plakaten und Flyern würden private Anbieter forsch und intensiv Werbung um junge Nothilfekurs-Teilnehmer machen, berichtete eine Delegierte an der Konferenz. Auch aus anderen Vereinen wurde bestätigt, dass zunehmend mehr Konkurrenz auf dem Nothilfe-Markt beobachtet werde. „Wir müssen besser sein!“ lautete die knappe aber einleuchtende Antwort des Beauftragten für Aus- und Weiterbildung Andreas Weigele. Mit konkurrenzfähigen Preisen, attraktiven und interessanten Kursen wie auch professionellem Lehrmaterial wird auch in Zukunft ein ordentliches Stück des Nothilfe-Kuchens den Samaritern gehören. Thomas Brocker, Präsident des Samariterverbandes beider Appenzell ergänzte: „Mit Angeboten zu E-Learning werden wir der Konkurrenz einen Schritt voraus sein.“

Finanzen breit abstützen
Nebst Informationen aus den verschiedenen Ressorts des Kantonalvorstandes informierte Thomas Brocker, der auch im Zentralvorstand SSB Einsitz hat, ausführlich über die Finanzquellen und die Verteilung der eigenen Finanzmitteln. Daraus wurde ersichtlich, dass Handlungsbedarf bezüglich Einnahmen aus den Nothilfekursen besteht. Denn die Teilnehmerzahlen sind schweizweit rückläufig und damit ein Haupanteil der Einkünfte in Zukunft gefährdet. „Die finanzielle Lage des Samariterbundes ist stabil“ beruhigte Thomas Brocker. Dennoch sollen rechtzeitig Massnahmen ergriffen und Veränderungen angedacht werden. Die Delegierten diskutierten zwei Vorschläge und nahmen die Ideen mit nach Hause, um die Meinungsbildung in den Vereinsvorständen voranzutreiben.

Frühe Kundenbindung
Auch in den Ausführungen des Ausbildungsverantwortlichen Andreas Weigele kamen die Themen Konkurrenzfähigkeit und Kundenbindung zur Sprache. Eine initiative Arbeitsgruppe von Kursleitern des Appenzeller Vorderlandes entwickelte Prozessplänen und Unterrichtsmaterialen für Kursbausteine zum Thema „Erste Hilfe in der Schule“. Dafür wurden bestehende Materialien wie das Globibuch zur Ersten Hilfe oder das Erste Hilfe-Buch für Primarschüler von Sina Knaus integriert. Mit den vorgelegten Unterrichtsmitteln hat die Projektgruppe ein komplettes Unterrichtspaket für alle Stufen des Kindergartens bis zur Oberstufe erarbeitet. Beispielsweise gibt es Malvorlagen mit Papa Moll für die Kindergärtler oder auch ein Puzzle, das als Lernkontrolle für die Notrufnummer eingesetzt werden kann. Im nächsten Verbandsjahr sollen die Pilotprojekte aufs ganze Appenzellerland ausgedehnt werden. Mit dem Anliegen zur frühen Kundenbindung wird damit bereits bei den Kindern im Kindergartenalter angesetzt.

Das Pfingstlager 2010 – ein voller Erfolg
Die Beauftragte für Jugendarbeit, Bernadette Fuchs, blickte zufrieden und mit Stolz auf das Pfingstlager 2010 der Help-Samariterjugend zurück. Das Appenzeller OK mit Unterstützung durch alle SRK-Mitgliedorganisationen organisierte ein nationales Lager unter dem Motto „Tutti Fratelli“, das die Jugend der SLRG, SMSV, die Jugendrotkreuzler sowie Samariterjugendgruppen in Heiden zu einem grossen Fest mit Workshops und abwechslungsreichem Lagerleben versammelte. Die Fotopräsentation an der Präsidentenkonferenz gewährte Einblick in ein spannendes dreitägiges Lager über Pfingsten, das die Teilnehmer wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Ein Beitrag zur aktiven Jugendarbeit, der auch nach Meinung von Thomas Brocker nicht einmalig bleiben soll, sondern eine Fortsetzung in verschiedenen Anlässen finden wird.

Teamarbeit gefragt
Der Kantonalvorstand gelangte mit der eindringlichen Bitte nach Besetzung des leeren Vize-Präsidenten-Stuhls an die Vereinsdelegierten. Um den Vorstand zu unterstützen und alle laufenden Aufgaben gewissenhaft erledigen zu können, ist der Vorstand dringend auf Unterstützung angewiesen. Zusätzlich gilt es auch das Amt des Beauftragten für Kommunikation und Marketing an der nächstjährigen Delegiertenversammlung aufgrund Demission neu zu besetzen. Alle Interessenten für eines der beiden Ämter sind eingeladen, mit dem Vorstand Kontakt aufzunehmen. Trotz vielen Informationen und einer inhaltsreichen Konferenz gelang es dem Samariterverein Waldstatt, einen eleganten und festlichen Rahmen für die Vereinsgesandten zu kreieren. Mit einem vorzüglichen Abendessen verwöhnten sie die Teilnehmer und sorgten auch mit dem Dessertteller für strahlende Gesichter. Impressionen zur Präsidentenkonferenz finden sich unter www.samariter-appenzell-ch.

Mathias Egger
Beauftragter für Kommunikation und Marketing
Samariterverband beider Appenzell

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