Neuer Präsident bei den Samaritern

Vorne von links: Mäggy Müller (SV Teufen), Manuela Gröber (SV Waldstatt) und Susanne Heller (SV Speicher) erhielten die Henry Dunant-Medaille für besondere Verdienste. Hinten von links: Thomas Brocker (Teufen, abtretender Präsident), Christian Thörig (Teufen, neuer Präsident) und Bettina Stalder (SV Weissbad-Brülisau, neue Beauftragte für Jugendarbeit). (Bild: Brigitte Marti


Appenzell 24 vom 1. April 2019 Martin Hüsler

Das Amt bleibt in Teufen – nur der Name des Amtsinhabers wechselt: Mit Christian Thörig übernimmt der bisherige zweite Vizepräsident die Verbandsführung der Samaritervereine beider Appenzell. Dem abtretenden Präsidenten Thomas Brocker wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Neue Beauftragte für Jugendarbeit ist, mit Einsitz im Vorstand, Bettina Stalder vom Samariterverein Weissbad-Brülisau.

Delegiertenversammlungen können von höchst unterschiedlicher Ausprägung sein. Jene des Samariterverbandes beider Appenzell verdient es, mit dem Prädikat «erfrischend» etikettiert zu werden. Im Teufner Lindensaal herrschte am letzten Samstagabend bei der Abarbeitung der Traktanden eine ausgesprochen gute Stimmung, was wesentlich auch an der entspannt wirkenden Versammlungsleitung durch Thomas Brocker lag. Der Versammlung wohnten unter anderen der Ausserrhoder Sanitätsdirektor Matthias Weishaupt, Reto Cavelti, Kommandant der Kantonspolizei AR, und Marc Rüdin, Leiter des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz AR, bei. Innerrhoden war vertreten durch Stefan Lendenmann, Amtsleiter Bevölkerungsschutz, und Zivilschutzstellenleiter Hansruedi Götti.

Ab 2004 hatte sich Thomas Brocker in einer Vorstandscharge in den Dienst des Samariterverbandes gestellt, ab 2006 als Präsident. So durfte er denn die mit Akklamation durch die 45 stimmberechtigten Mitglieder erfolgte Verleihung der Ehrenmitgliedschaft als verdienten Lohn für sein Engagement entgegennehmen, zumal er zwischen 2009 und 2015 auch im Zentralvorstand des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) mitwirkte. Thomas Brockers Wirken fand auch bei den benachbarten Kantonalverbänden grosse Anerkennung. Deren Dank überbrachte Jürg Geiser, Präsident des Schaffhauser Bruderverbandes.

Thomas Brocker dankte im Jahresbericht allen Samariterinnen und Samaritern, «die sich in unzähligen, freiwilligen und ehrenamtlichen Stunden zu Gunsten der humanitären und der Ersten Hilfe eingesetzt haben und dafür sorgten, dass sich die Bevölkerung an den unzähligen Anlässen sicher fühlte und professionell erstversorgt wurde». Sein Jahresbericht fand Genehmigung, ebenso die Jahresberichte der Bildung- und Beratungskommission.

Die von Vreni Gmünder präsentierte Rechnung weist einen Gewinn von 10'700 Franken aus; budgetiert hatte man einen Verlust von 1'120 Franken. Im Budget für das Jahr 2019 ist ein Verlust von 8'820 Franken veranschlagt. In der Bilanz steht ein Vermögen von 96'730 Franken zu Buche. Rechnung, Budget und die auf bisheriger Höhe belassenen Jahresbeiträge wurden genehmigt.

Kennzeichnend für die Delegiertenversammlung waren die vielen Grussworte. Überbracht wurden sie von Adrian Pfister (Samariterverein Teufen), Reto Altherr (Gemeindepräsident Teufen), Renato Lampert (Zentralvorstand SSB), Hansjörg Ritter (Appenzeller Friedens-Stationen), Kurt Sutter (Club 2013), Stefan Lendenmann (Amtsleiter Bevölkerungsschutz AI). Und Thomas Storz vom Samariterverein Gais lud zur DV 2020 nach Gais ein.